Was gehört in ein Arbeitszeugnis?

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Über den Zeugnisinhalt besteht zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jedoch nicht immer Einigkeit. Ein Beitrag darüber, was in einem Arbeitszeugnis stehen muss - und was das bedeuten kann. Das Arbeitszeugnis

Egal ob Arbeitnehmer in Vollzeit, Teilzeit, als Praktikanten, haupt- oder nebenberuflich, als Aushilfen, auf Probe oder als leitende Angestellte tätig sind: Die Gewerbeordnung (§ 109 GewO) schreibt den Anspruch jedes Arbeitnehmers auf ein Arbeitszeugnis fest. Für Auszubildende ist § 16 Berufsbildungsgesetz (BBiG) maßgeblich.

Ein einfaches Zeugnis bescheinigt die Dauer des Arbeitsverhältnisses und enthält eine kurze Tätigkeitsbeschreibung. Allerdings erhalten Arbeitnehmer ein Zeugnis nicht automatisch, sondern müssen es von ihrem Chef verlangen, ergänzt Michaela Zientek, Rechtsexpertin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

In der Regel kann auch ein qualifiziertes Arbeitszeugnis beansprucht werden. Es beurteilt die Leistung und Führung des Arbeitnehmers. Selbst nach nur kurzer Beschäftigungsdauer hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis (LAG Köln, Az. 4 Sa 1485/00). Bei leitenden Angestellten oder Arbeitnehmern in gehobenen, verantwortungsvollen Positionen ist das qualifizierte Zeugnis normalerweise die Regel.

Positiv ist nicht immer positiv gemeint!

Das Arbeitszeugnis dokumentiert den beruflichen Werdegang und die fachliche Entwicklung. Doch stellt es dem Arbeitnehmer auch wirklich ein "gutes Zeugnis" aus? Enthält es alle notwendigen Angaben? Das Zeugnis sollte angeben, wie lange der Arbeitnehmer beschäftigt war und welche Tätigkeit er ausgeübt hat, erläutert die D.A.S. Expertin.

Knackpunkt ist immer die Beurteilung der Leistung: Die dabei verwendeten Formulierungen müssen wohlwollend ausfallen - so die Rechtsprechung ...

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