Drum prüfe wer sich ewig bindet…

von Dr. Markus Wekwerth

…ob er nicht ‘nen besseren Fotografen findet. Der Hochzeitsfotograf hatte nämlich mehrere Bilder einer von ihm fotografierten Hochzeit ungefragt zu werblichen Zwecken auf seiner Internetseite veröffentlicht. Da dies ohne Zustimmung der Brautleute geschehen ist, haben diese den Fotografen auf Unterlassung und Zahlung von Schadensersatz in Anspruch genommen. Das Landgericht Hamburg hat der Klage jedenfalls dem Grunde nach stattgegeben.

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Der Fotograf hat auf die vorgerichtliche Abmahnung vorsorglich und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht eine Unterlassungserklärung abgegeben und die veröffentlichten Lichtbilder, die die Brautleute einzeln oder zusammen identifizierbar gezeigt haben, aus dem Internet entfernt. Eine Namensnennung war damit nicht verbunden. Die Zahlung eines Schadensersatzes und die Erstattung der Abmahnkosten hat der Fotograf dagegen abgelehnt. Das Hochzeitspaar hat ihn daher entsprechend auf Zahlung einer fiktiven Lizenzgebühr in Höhe von insgesamt EUR 6.000 und Kostenerstattung im Umfang von rund EUR 1.500 in Anspruch genommen.

Die Entscheidung des Gerichts

Das LG Hamburg hat der Klage mit Urteil vom 18.10.2013 (Az. 324 O 59/13) jedenfalls dem Grunde nach stattgegeben.

Der Fotograf hat nach Ansicht des Gerichts durch die unbefugte Nutzung der Lichtbilder in das Persönlichkeitsrecht des Brautpaares eingegriffen, nämlich in das Recht am eigenen Bild. Es obliege nämlich alleine dem Abgebildeten, darüber zu entscheiden, ob wie er sein Bildnis in den Dienst der geschäftlichen Interessen Dritter stellen will ...

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