Schwanger trotz Kondom? - BGH: Das muss man immer einkalkulieren.

von Gerhard Kaßing
Er und Sie heirateten am 12.3.2004. Am 21. 04. 2004 wurde ein Sohn geboren. Im Jahre 2008 trennte man sich wieder. Im Juli 2009 ficht die Ehefrau die Vaterschaft des Ehemannes an. Sie habe während der Empfängniszeit auch Geschlechtsverkehr mit einem weiteren Mann gehabt. Tatsächlich stellt sich heraus, dass der Ehemann nicht Vater des Kindes ist.

Der BGH versagt der Mutter die Anfechtung der Vaterschaft, weil sie die Klage nicht innerhalb von 2 Jahren nach der Geburt des Kindes erhoben habe.
Die Mutter habe aufgrund des Geschlechtsverkehrs mit einem weiteren Mann bereits vor der Geburt des Kindes Kenntnis von Umständen gehabt, die die nicht ganz fernliegende Möglichkeit der Abstammung des Kindes von einem anderen Mann ergäben. Daran ändere auch nichts, dass bei diesem Geschlechtsverkehr Kondome verwendet worden seien, denn das schließe nicht hinreichend sicher aus, dass der das Kondom benutzende man nicht doch Vater des Kindes sein könne. Das ergebe sich aus der recht hohen Versagensquote bei einer Verhütung mit Kondomen ...Zum vollständigen Artikel


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