Der “Raubüberfall auf den Hund”, der “Däu” und die “dumme Pute”

von Martina Schlosser

Das Landgericht Köln hatte über eine Schmerzensgeldklage zu entscheiden, die auf den Folgen der Wegnahme eines Hundes beruhte – insbesondere einer psychische Schädigung.

Was war passiert?

Die Klägerin saß abends gemeinsam mit ihrer Schwester, der Zeugin C, und ihrem damaligen Lebensgefährten Herrn L im Garten der Familie C in der L-Gasse in Köln. Die Klägerin konnte dabei den Eingang der Wohnung ihrer Nachbarin, der Zeugin D, sehen. Gegen 22:00 Uhr erschienen die Beklagte und ihr damaliger Ehemann, der Zeuge T, und klingelten längere Zeit an der Tür der Zeugin D. Die Beklagte beabsichtigte, den Hund „Trulla“ (früher „Luna“) von der Zeugin zurückzuholen, den sie der Zeugin D im Jahre 2008 gegeben hatte, wobei streitig ist, ob dies im Wege einer Schenkung passierte, oder ob die Zeugin D den Hund lediglich hatte verwahren sollen. Nachdem die Zeugin D die Tür geöffnet hatte, kam es zu einer Auseinandersetzung, deren genauer Hergang zwischen den Parteien streitig ist. Unstreitig versuchte die Beklagte im Rahmen dieser Auseinandersetzung jedoch, den Hund mitzunehmen und die Klägerin, ihre Schwester und ihr damaliger Lebensgefährte versuchten, dies zu verhindern. Die Beklagte und ihr damaliger Ehemann verließen schließlich ohne den Hund die Örtlichkeit.

Beide Parteien suchte im Nachgang die Polizei auf. Die Klägerin begab sich anschließend in das S-Krankenhaus, wo ein Hyperventilationssyndrom diagnostiziert wurde.

Die Klägerin behauptet, dass sich die Beklagte, als die Zeugin D die Tür öffnete, derart gegen die Tür geworfen habe, dass die Zeugin D mit dem Kopf gegen den Türrahmen geprallt sei, wodurch die Nähte einer am selben Tag durchgeführten Kieferoperation geplatzt seien. Die Beklagte habe laut geschrien und den Hund, der nach Behauptung der Klägerin der Zeugin D gehört, herausverlangt. Als die Beklagte den Hund gegriffen hatte und zu ihrem Auto befördern wollte, sei die Klägerin der Beklagten gefolgt ...

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