Altkleidersammlung: Zum Aufpolstern des Kommunalhaushalts oder zum Nutzen Bedürftiger?

von Liz Collet

Sie denken sicher, Ihre Altkleidersammlungen seien dazu da, über Wohlfahrtsorganisationen Bedürftigen zugute zu kommen?

Über das Thema habe ich an früherer Stelle schon berichtet.

Jedes Jahr wandern in Deutschland rund 700.000 Tonnen an ausrangierter Kleidung in die Altkleidersammlung.

Das weckt offenbar auch kommunalpolitische und haushaltspolitische Begehrlichkeiten, wie bei der Stadt München, die

so recht nicht mit einem sozialen Image in Einklang zu bringen sind, wenn Altkleiderspenden eigentlich Bedürftigen zugewendet werden von den Spenden. Denn es besteht offenbar ein zunehmendes Interesse der Kommunen, wie München, in Konkurrenz zu den Wohlfahrtseinrichtungen mit einer “Container-Schwemme” zu treten und über die Verwertung der gesammelten Altkleider Finanzmittel für ihren eigenen Kommunalhaushalt zu erzielen.

Das gefährdet nicht nur, dass Altkleider Bedürftigen zugute kommen, sondern stellt auch ein darüberhinausgehendes Problem für Wohlfahrtseinrichtungen und deren Arbeit in mehrfacher Hinsicht dar.

“Die graben uns den Boden unter den Füßen weg. Wenn wir nicht gegensteuern, dann lassen sich unsere Aktivitäten – zum Beispiel dauerhafte Arbeitsplätze von Menschen mit Handicap – nicht realisieren.”

Dieter Sommer, diakonia GmbH (Quelle: hier)

Das wird scheinbar mit dem Argument begründet, dies käme über die Preisgestaltung wieder den Bürgern zugute, die stabilere oder geringere Abfallentsorgungskosten zahlen müssten, als anderenfalls.

“Wir bekommen im Schnitt 500 Euro pro Tonne – das ist ganz erheblich. Das kommt unmittelbar dem Münchner Gebührenzahler zugute, weil der Erlös in diesen Topf unserer Einnahmen einfließt – und damit stabilisierend und senkend wirkt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK