Kindesmutter eines durch Samenspende gezeugten Kindes hat dem Samenspender auf Verlangen grundsätzlich Auskunft über das Kind zu erteilen.

von Daniela Maier

Die Kindesmutter eines durch Samenspende gezeugten Kindes hat dem Samenspender auf Verlangen Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes zu erteilen. Die Auskunft kann nur dann verweigert werden, wenn sie rechtsmissbräuchlich verlangt wird oder ihre Erteilung dem Kindeswohl widerspricht.

Darauf hat der 13. Senats für Familiensachen des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm in einem Verfahrenskostenhilfeverfahren mit Beschluss vom 07.03.2014 – 13 WF 22/14 – hingewiesen und dem antragstellenden Vater Verfahrenskostenhilfe bewilligt.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall war Antragsteller der gerichtlich festgestellte Vater einer von der Antragsgegnerin geborenen Tochter.
Die Antragsgegnerin und ihre Lebensgefährtin wollten Mütter werden. Über ein Internetportal gelangten sie an den Antragsteller, der sich zur Spende seines Samens bereit erklärte. Nach erfolgter Samenspende und durchgeführter Insemination wurde die Antragsgegnerin schwanger und brachte 2012 ihre Tochter zur Welt.
Die Antragsgegnerin verweigerte die vom Antragsteller verlangte Auskunft über das Kind und lehnte es ab, dem Antragsteller Fotos vom Kind zu überlassen.
Sie behauptet, der Antragsteller, der durch Samenspenden auch Vater anderer Kinder geworden sei, “terrorisiere“ sie und die anderen Mütter mit Telefonaten und Emails. Ihr gegenüber weigere er sich - entgegen seiner ursprünglichen Zusicherung - einer Adoption ihrer Tochter durch ihre Lebenspartnerin zuzustimmen. Es gehe ihm nicht um die Kinder, er wolle ausschließlich Einfluss auf das Leben der Frauen nehmen.

In seiner Entscheidung hat der 13 ...

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