Rezension Strafrecht: Feuerbachs Bayerisches Strafgesetzbuch

von Dr. Benjamin Krenberger

Koch / Kubiciel / Löhnig / Pawlik (Hrsg.), Feuerbachs Bayerisches Strafgesetzbuch, Mohr Siebeck 2014


Von ORR Dr. Ulrich Pflaum, München



Das zweihundertjährige Jubiläum des maßgeblich von Paul Johann Anselm von Feuerbach verfassten Bayerischen Strafgesetzbuchs 1813 war bereits im Winter 2012/2013 Anlass einer Tagung und Vorlesungsreihe an der Universität Regensburg. Die einzelnen Referate wurden nunmehr von den Universitätsprofessoren für Strafrecht bzw. Rechtsgeschichte Arnd Koch (Augsburg), Michael Kubiciel (Köln), Martin Löhnig (Regensburg) undMichael Pawlik (Freiburg) gesammelt und in einem bei Mohr Siebeck erschienenen Band „Feuerbachs Bayerisches Strafgesetzbuch“ veröffentlicht.


Nach einer Einleitung gliedert sich der insgesamt knapp 550 Seiten umfassende Band in drei Abschnitte „Historischer und philosophischer Kontext“, „Inhalt“ und „Wirkungen“ (jeweils des BayStGB 1813) mit 26 Einzelbeiträgen, ganz überwiegend aus strafrechtlicher, rechtsgeschichtlicher oder philosophischer Sicht, in zwei Fällen aber auch aus (allgemein-)philosophischer bzw. historischer Perspektive. Die vorliegende Rezension kann daher nur einzelne Beiträge herausgreifen ohne damit eine Rangfolge aufstellen zu wollen.


Zu Beginn des ersten Abschnitts stellt Walter den Lebenslauf Feuerbachs dar, der insbesondere für damalige Verhältnisse durchaus als „bewegt“ gelten kann. Die „Eigenarten“ (S. 23) und das keineswegs nur positiv gezeichnete Psychogramm von Feuerbach (S. 26 ff.) relativieren das harte Urteil (S. 22) über dessen langjährigen Antipoden, den (vermeintlichen) „bad guyGönner ...

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