Jesus besitzt kein Urheberrecht

Das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. hatte in einem skurrilen Rechtsstreit zu entscheiden, ob in einem Buch veröffentlichte übersinnliche Botschaften von Jesus Christus urheberrechtliche Sprachwerke der Autorin sein können, wenn diese selber angibt, die Textpassagen seien ihr von Jesus eingegeben worden.

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Eine amerikanische Stiftung nahm als Rechteinhaberin einen deutschen Verein wegen urheberrechtswidrigen Veröffentlichungen von Textpassagen aus dem Buch “A Course in Miracles” auf Unterlassung in Anspruch. Die streitigen Textpassagen waren der Autorin, einer US-amerikanischen Professorin für Psychiatrie, nach eigener Aussage in “aktiven Wachträumen” von Jesus von Nazareth eingegeben und von ihr aufgezeichnet worden.

Dies nahm der Verein auf und rechtfertigte die Nutzung der Textpassagen im Internet damit, dass die Autorin selbst angegeben habe, nicht die Urheberin gewesen zu sein, sondern den Text von Jesus eingeflüstert bekommen zu haben.

Das Landgericht Frankfurt a.M. ließ den Einwand des Vereins nicht gelten und gab der Klage statt.

Entscheidung des Gerichts

Das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. bestätigte mit Urteil vom 13.05.2014, Az ...

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