Staatsanwaltschaft klagt Roger Kusch wegen Totschlags an

von Mirko Laudon

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat den früheren Hamburger Justizminister Roger Kusch und einen Arzt, den die Behörde als Dr. S. bezeichnet, wegen Totschlags in zwei Fällen in mittelbarer Täterschaft angeklagt. Sie sollen zwei älteren Frauen auf Verlangen getötet haben, ohne diesen Sterbewunsch in vollem Umfang aufgeklärt zu haben.

Kusch und die vermeintliche Sterbehilfe

Laut Anklage waren im Juni 2012 eine 81-Jährige und eine 85-Jährige dem Verein Sterbehilfe Deutschland (StHD) beigetreten, dessen Vorsitzender Kusch ist. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaften teilten sie ihm mit, dass sie einen Suizid erwägen würden. Ein daraufhin von Dr. S. erstelltes Gutachten soll bescheinigt haben, dass die Seniorinnen grundsätzlich zu freiverantwortlichen Entscheidungen fähig seien und ihr Sterbewunsch „ernstlich“ sei. Am 10. November 2012 sollen sie dann durch die Einnahme des in hoher Dosis tödlich wirkenden Malaria-Mittels Chloroquin gestorben sein, welches nach jetzigen Erkenntnissen als verschreibungspflichtiges Medikament durch den Verein beschafft worden sein soll ...

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