Zahnärzte dürfen CMD-Patienten Physiotherapie verordnen

von Jan Willkomm

Ich habe folgenden interessanten Beitrag gefunden:

“Zahnärzte können im Zuge einer Behandlung der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) eine Physiotherapie rezeptieren, wie der CMD-Dachverband mitteilt. Diese Verordnung ist nicht budgetiert und wird in der Regel von gesetzlichen und privaten Versicherern erstattet.

Die Physiotherapie hat sich innerhalb eines Behandlungskonzepts als effektiv erwiesen. Manuelle Therapie oder krankengymnastische Übungen können dafür sorgen, Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit der Gelenke zu verbessern. Darauf weist Ralf Schüler hin, Physiotherapeut aus Hamburg und Beitrat des CMD-Dachverbandes. Auch spezielle Entspannungstechniken, die der Patient beim Therapeuten erlernt, können helfen, die überbeanspruchten Muskeln zu entlasten.

Den CMD-Dachverband erreichen jedoch in diesem Zusammenhang regelmäßig Anfragen von Patienten, warum sie von ihrem Zahnarzt kein Rezept für Physiotherapie erhielten. Physiotherapeuten berichten, dass Zahnärzte Regressforderungen fürchten. Die Unsicherheit über die Gültigkeit der Heilmittelverordnung für Zahnärzte scheint groß.

Der CMD-Dachverband hat sich für Behandler und Patienten um Aufklärung bemüht: Laut Bundesministerium für Gesundheit sind Vertragszahnärzte grundsätzlich zur Verordnung von Heilmitteln berechtigt, soweit diese zur Ausübung der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gehört. Den Umfang regelt der Bundesmantelvertrag Zahnärzte (BMV-Z). Danach können Zahnärzte gesetzlich versicherten Patienten sechs physiotherapeutische Anwendungen pro Rezept verordnen, auf dem klar die Diagnose CMD vermerkt sein muss. Dafür wird das „Formular 16“ genutzt ...

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