Mitgegangen, mitgehangen – petzen rettet nicht! {Personalberater mit Plappermäulchen}

von Liz Collet

Da beauftragte ein Maschinenfabrikationsunternehmen (Klägerin) einen Personalberater im Jahr 2012 mit der Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit für die Position eines technischen Verkäufers in ihrem Hause.

Nachdem der beklagte Personalberater die Unterlagen einer Bewerberin übersandte, teilte der Personalleiter der Klägerin ihm mit, dass man für die Position keine Frau wünsche.

Als der Beratungsvertrag zwischen den Parteien beendet war und der Beklagte sein Honorar erhalten hatte

(sic! – Da hat einer hübsch die Prioritäten der Interessenlage und -wahrnehmung immer im Auge behalten; Man könnte es auch sagen, wie mancher in Bayern: Was i hab, hab i, nach mir die Sintflut oder’s Isarwasser, je nachdem, was nachhert z’erst kimmt, aber z’allerzerscht),

teilte dieser der Bewerberin mit, dass die Klägerin keine Frau einstellen wolle. Zugleich bezeichnete er das Verhalten der Klägerin als skandalös und diskriminierend und riet der Bewerberin, sich wegen eines möglichen Schadenersatzes an einen Rechtsanwalt zu wenden.

Man ist in Versuchung, nachzufragen, ob er gar einen konkreten Namen für seine Empfehlung eines Anwalts in petto und vielleicht sogar noch eine Visitenkarte bei der Hand für einen solchen hatte. Man könnte glatt auf fiese Ideen von möglichen Marktlücken und Geschäftsmodellen kommen. Unheilige Allianzen zwischen Personalberatern und Anwälten…. Honi soit qui mal y pense …… pardonnez-moi, s’il-vous plaît, mir geht die Drehbuchfeder durch. Muss wohl an Meldungen wie diesen liegen und dem, was wer an wen aus welchen Motiven so weiterempfiehlt und an Aufträgen dafür unterbringt…..

Gesagt, getan, die abgelehnte Bewerberin spurte und sprintete auf den Weg der Justiz:

Sie verklagte die Klägerin wegen Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ...

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