Die Deutschen sollen in die Institutionen marschieren…

von Karsten Gulden

In seiner humorvoll gehaltenen „Rede zur Lage der Nation“ auf der re:publica geht der bekannte Internet Blogger Sascha Lobo auf die Rolle des Internets in der Gesellschaft ein. Er warnt davor, dass das Internet in seiner derzeitigen Form dazu missbraucht werde, die Gesellschaft zu überwachen. Er fordert die Gesellschaft auf, sich aktiv für einen Wandel einzusetzen. Wir fassen die zentralen Thesen Lobos kurz zusammen:

„Das Internet ist uns nicht genug wert“

Die Institutionen, die sich aktiv für das Internet einsetzen, seien dramatisch unterfinanziert. Bereits „ein Vogel, der so aussieht wie eine Ente aus Tschernobyl“ sei der Gesellschaft mehr wert als das gesamte Internet. Er fordert mehr Geld für Netzpolitik und für alle Institutionen, die sich aktiv und nachhaltig für das Internet einsetzen. Nur durch Online-Petitionen und kurzfristige Shitstorms könne man die Situation nicht verbessern, denn diese interessieren in Wahrheit niemanden.

„Das Internet ist kaputt“ – Internetkrise

Die Technologie Internet sei nicht nur neutral. Das Gesamtkonzept Internet sei darauf gerichtet, die bestehende Herrschaft zu stützen. Deshalb will Lobo die Gesellschaft darauf einschwören, für ein offenes, freies und sicheres Netz und damit für eine ebensolche Gesellschaft zu kämpfen. Aus Verantwortung für die kommende Generation müsse sich jetzt etwas ändern.

„Gigantische Totalüberwachung“

Die Internet-Nutzer würden aktiv und systematisch von den Staaten überwacht (Stickwort „NSA-Skandal). Doch die Politik ignoriere das Thema und sitze es aus. Es habe sich praktisch nichts verändert, was die Überwachungssituation im Internet betreffe. Gleichzeitig seien die Internet-Nutzer aber müde, dagegen zu protestieren.

„Aktiver Kampf gegen Angriffe auf die Gesellschaft“

Lobo verwendet Wörter wie „Spähangriff“ und „Spitzelattacke“ und will dadurch auf die Aggression hinweisen ...

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