Augsburger "Puppen"kiste mal anders. Erotik-Film-Abmahnung von Negele, Zimmel, Greuter und Beller Rechtsanwälte

von Jan Gerth

Die Augsburger Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter und Beller Rechtsanwälte verschickt Abmahnungen wegen angeblichem Filesharing mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzungen an dem Erotikfilm „Wanna Fuck My Daughter gotta Fuck Me First 12“.


In diesen Abmahnungen monieren die Kollegen der Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter und Beller Rechtsanwälte die Verletzung der Rechte der eher unbekannten Produktionsfirma M.I.C.M MIRCOM International Content Management & Consulting LTD. Dem abgemahnten Anschlussinhaber wird vorgeworfen, den Erotikfilm „Wanna Fuck My Daughter gotta Fuck Me First 12” der Öffentlichkeit durch die Teilnahme an Filesharing-Netzwerken (peer-to-peer-Netzen) entweder selbst unberechtigt zur Verfügung gestellt oder Dritten dies über den eigenen Anschluss ermöglich zu haben.


Die Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter und Beller Rechtsanwälte fordert in den mir vorliegenden Schreiben neben der üblichen strafbewehrten Unterlassungserklärung auch Anwaltskosten, sowie Ermittlungskosten und Schadenersatz.


Als Vergleichszahlung wird ein pauschaler Schadenersatz von 900,00 €angeboten.


Nach meiner Rechtsauffassung geht die geforderte Unterlassungserklärung deutlich über den abgemahnten Rechtsverstoß hinaus.


Es stellt sich zudem die Frage, ob die mir vorliegenden Abmahnungen der Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter und Beller Rechtsanwältedem neuen § 97a UrhG entsprechen und somit überhaupt die geforderten Anwaltskosten gefordert werden können.


Im Hinblick auf die jüngsten Entscheidungen zum Schadenersatz bei Abmahnungen wegen Down/Upload von Pornofilmen (so AG Hamburg Urteil vom 20.12.2013, Az. 3a C 134/13 halte ich den geltend gemachten Schadenersatz für deutlich überhöht.

So auch meine Erfahrungen vor dem Amtsgericht Frankenthal (Pfalz) ...

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