Mit BAföG im Ausland studieren


Ein Studium außerhalb von Europa kann grundsätzlich nur im Rahmen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Hochschulen gefördert werden oder wenn der Auslandsaufenthalt nach einem im Inland begonnenen Studium erfolgt und auf die Ausbildungszeit angerechnet werden kann.


Ausnahmsweise kommt die Förderung eines vollständigen Auslandsstudiums außerhalb Europas nur für solche Personen in Frage, die ihren ständigen Wohnsitz im Ausland haben und dort oder in einem Nachbarland eine Ausbildung absolvieren möchten. Es handelt sich dabei aber um eine Sonderregelung; an das Vorliegen der besonderen Umstände werden daher strenge Anforderungen gestellt. Das bedeutet, dass ein Studium außerhalb Deutschlands oder Europas nur dann gefördert werden kann, wenn es dem Auszubildenden nicht zumzumuten wäre, ein Studium im Inland oder innerhalb der Europäischen Union oder der Schweiz aufzunehmen. Eine solche Unzumutbarkeit kann sich insbesondere aus einer Krankheit oder Behinderung des Auszubildenden oder seiner Eltern ergeben, einer Pflegebedürftigkeit, aber auch aus Gründen der Gleichwertigkeit der Ausbildung oder der wirtschaftlichen Situation der Eltern oder wenn es sich bei den Eltern um ins Ausland entsandte Diplomaten, Bundeswehrangehörige oder Auslandsmitarbeiter von inländischen Firmen handelt. Die Entscheidung, ob ein Studium im nichteuropäischen Ausland gefördert wird, liegt also im Ermessen des Bafögamtes.


Anders verhält es sich mit Studiengängen innerhalb der Europäischen Union und in der Schweiz. Aufgrund der innergemeinschaftlichen Freizügigkeit für Unionsbürger haben Deutsche und andere gemäß § 8 BAföG Berechtigte sogar einen gesetzlichen Anspruch auf die Förderung eines kompletten Studiums innerhalb der Europäischen Union oder in der Schweiz ...

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