Kündigungsverfahren nach dem türkischen Arbeitsrecht

Selbstverständlich gibt es auch im türkischen Recht Anforderungen an wirksame Kündigungen von Arbeitsverträgen.

Für die Wirksamkeit der Kündigung müssen die gesetzlichen Formerfordernisse eingehalten werden. Hier ist besonders zu beachten, dass türkisches Recht strenge Anforderungen an das Vorliegen der formellen Voraussetzungen knüpftDas Gesetz legt dem Arbeitnehmer Pflichte zur Kündigung auf. Im Falle der Nichteinhaltung dieser Vorschriften kann der Arbeitnehmer innerhalb eines Monates die Unwirksamkeit der Kündigung verklagen.

1. Gesetzesvorschriften

Artikel 19 des türkischen Arbeitsgesetzbuches bestimmt die Formerfordernisse bei der Kündigung des Vertrages durch den Arbeitgeber.

türkisches Recht und das Verfahren der Kündigung

Artikel 19 - Der Arbeitgeber hat die Kündigung schriftlich mitzuteilen und in dieser die Gründe für die Kündigung klar und deutlich zu nennen.

Der Arbeitgeber kann den unbefristeten Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers wegen seines Verhaltens oder aus Gründen seiner Produktivität nicht kündigen, ohne ihm zuvor die Möglichkeit zur Verteidigung gegeben zu haben. Jedoch besteht das Recht des Arbeitgebers entsprechend der Vorgaben des Art. 25 Abs. 2 zu kündigen.

2. Der Ablauf im türkischen Recht a. Warnung des Arbeitnehmers

Es liegt im türkischen Arbeitsgesetzbuch keine ausdrückliche Pflicht zur Warnung des Arbeitnehmers vor der Kündigung vor. Gemäß Art. 7 und 8 der Empfehlung Nr. 166 der ILO muss der Arbeitnehmer, bei Kündigungen aufgrund der Unfähigkeit oder der Verhalten des Arbeitnehmers zunächst gewarnt werden. Dieser Empfehlungsbeschluss der ILO ist rechtlich nicht verbindlich, er ist jedoch nach der Arbeitsrechtlehre bei Kündigungen zu berücksichtigen. Allerdings muss die Kündigung nach dem Grundsatz von Treu und Glauben erfolgen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK