Tierhalterhaftung hat Grenzen

Das Landgericht Coburg hat mit Urteil vom 29. November 2013 (Az.: 32 S 47/13) entschieden, dass der Halter eines Tieres nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, wenn jemand auf die Bedrohung durch einen Hund ungewöhnlich schreckhaft reagiert und deswegen zu Schaden kommt.

Mit seinem Fahrrad war ein Schüler auf einem Radweg auf dem Weg zum Unterricht, als er sich dem Beklagten näherte, der mit seinem Hund am Wegesrand spazieren ging.Als der Schüler an Herrchen und Hund vorbeifahren wollte, fing der Hund zu bellen an und machte eine Bewegung in Richtung des Fahrradfahrers. Das Tier wurde von dem Beklagten jedoch am Halsband festgehalten, so dass es zu mehr als einer Bedrohung nicht kam. Erschrocken durch den Zwischenfall, machte der Schüler jedoch eine Ausweichbewegung, durch die er zu Fall kam.

Infolge dessen zog er sich Verletzungen an den Händen, im Gesicht sowie im Bereich der Zähne zu.

Der Schüler verklagte den Halter mit dem Argument, dass er für den Unfall verantwortlich sei, auf Zahlung von Schmerzensgeld – im Ergebnis erfolglos ...

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