Rezension Zivilrecht: Materielles Recht im Zivilprozess

von Dr. Benjamin Krenberger

Tempel / Graßnack / Kosziol / Seyderhelm, Materielles Recht im Zivilprozess, 6. Auflage, C.H. Beck 2014


Von Ref. iur. Arian Nazari-Khanachayi, Frankfurt a.M.



Es ist wohl eine Selbstverständlichkeit, dass das materielle Recht auch im Rahmen des Referendariats eine große Rolle spielt. Auch sollte es dem aufmerksamen Juristen nicht entgangen sein, dass das Recht ständigem Wandel unterliegt, sei es durch neuerliche Gesetzgebung auf supranationaler und/oder nationaler Ebene, sei es durch die Rechtsprechung. Daher dürfte es dem Selbstanspruch ambitionierter Referendare nicht genügen, sich auf die im Studium erlernten „Wissensinseln“ auszuruhen, sondern es sollte einerseits das Gesamtsystem verstanden, damit verinnerlicht sein und andererseits die aktuelle Entwicklung nicht aus dem Auge gelassen werden. Eine besonders große Hilfestellung in diesem Zusammenhang liefert das Werk zum materiellen Recht im Zivilprozess von Dr. Otto Tempel (Begründer), ehemals vorsitzender Richter am Landgericht Frankfurt a.M., Christiane Graßnack, Richterin am Oberlandesgericht Köln, Frank Kosziol, Richter am Bundesgerichtshof, und Dr. Bernhard Seyderhelm, vorsitzender Richter am Landgericht Frankfurt a.M.


Auf 628 Seiten präsentieren die Autoren das im Zivilprozess besonders relevante materielle Recht vor dem Hintergrund der in der Praxis am häufigsten auftretenden Lebenssachverhalte (vgl. auch Vorwort). Ausgehend von diesen Sachverhaltskonstellationen werden die jeweils einschlägigen Anspruchsgrundlagen und die damit zusammenhängenden Voraussetzungen unter Berücksichtigung der potentiell gewichtigsten Varianten dargestellt. Dabei enthält das Werk einen ausführlichen Fußnotenapparat, worin vornehmlich die einschlägige Rechtsprechung aufgenommen wird, ohne dabei die Literatur zu vernachlässigen ...

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