Globalisierungstrend in Österreich: Mit einem M&A Experten ins Detail

Michal Dobrowolski: Fundiertes Branchen Know-how ist bei M&A-Transaktionen ein unabdingbares Kernelement

Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it. Laut Michal Dobrowolski, M&A-Spezialist bei Freshfields in Wien, zeigt die Studie, dass in Österreich kein Deal ohne ausländischen Partner durchgeführt wurde.

Redaktion: Inwiefern haben sich die Rahmenbedingungen für M&A geändert?

Michal Dobrowolski: Wir haben vor Kurzem unsere alljährliche Freshfields-M&A-Studie finalisiert. In dieser wurden unsere aus über 300 M&A-Transaktionen in rund 30 Ländern gewonnenen Erkenntnisse des letzten Jahres zusammengefasst und analysiert. Wichtigste Folgerung für uns daraus ist der Globalisierungstrend, der im M&A-Bereich Europa und insbesondere Österreich erfasst hat. Eine Vielzahl von ausländischen Investoren mischt derzeit in Österreich mit, aber auch generell in Europa.

Wenn ich unsere M&A-Praxis in Österreich der letzten Jahre kurz überblicke, kann ich mich an keinen bedeutenden M&A-Deal erinnern, wo ausschließlich rein österreichische Unternehmen involviert waren. Im Regelfall war zumindest ein ausländischer Partner, sei es verkäufer- oder käuferseitig involviert; beispielsweise die Übernahme der Constantia Packaging Gruppe durch den US Private Equity Fonds One Equity Partners oder auch der Erwerb von Orange Austria durch Hutchison/Drei. Globalisierungstrends sind aber auch bei der Finanzierung von M&A-Transaktionen erkennbar; es ist nichts Ungewöhnliches, dass sich europäische Investoren am US-amerikanischen Finanzmarkt, beispielsweise durch sogenannte High-Yield-Instrumente, die erforderliche Finanzierung sichern ...

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