Frühjahrsdialog des NIVD in Wiesbaden

(Foto: Holger Reinhardt, Wiesbadener Kurhaus bei Nacht, lizensiert unter GFDL durch den Urheber, weitere Auflösungen etc. Wikimedia.
Die Vergütung von Insolvenzverwaltern wird - trotz spektakulärer Einzelfälle mit Vergütungen in Millionenhöhe - allgemein für zu niedrig gehalten. Gerade in kleineren Verfahren reicht sie nicht aus, um die Kosten zu decken: für die Mindestvergütung nach § 2 Absatz 2 Satz 1 InsVV von 1.000,00 € und Auslagen von maximal 300,00 € nach § 8 Absatz 3 InsVV lässt sich kein Verfahren bearbeiten. Auch aus anderen Gründen ist das Vergütungsrecht reformbedürftig: unter anderem ein wenig transparentes System von Zu- und Abschlägen und diverse Vergleichsrechnungen machen die Berechnung kompliziert und - im wahrsten Sinne des Wortes - unkalkulierbar. Dies ist für die Verwalter ebenso misslich wie für alle anderen Interessengruppen. Derzeit liegen Vorschläge des Verbandes der Insolvenzverwalter Deutschlands e.V. (VID), des NIVD und des Gläubigerforums für eine Reform des Vergütungsrechts vor. Das sind die Rahmenbedingungen, vor denen die Neue Insolvenzverwaltervereinigung Deutschlands e.V., NIVD, vom 7. bis zum 8. Mai zu Ihrem Frühjahrsdialog nach Wiesbaden lud, dessen Schwerpunktthema die war. Das Programm bot einen differenzierten Blick auf das Thema. Den Einstieg war mit Herrn Richter am Bundesgerichtshof Gerhard Vill und der Darstellung aktuelle Probleme des Vergütungsrechts gut gewählt. Weniger wegen der konkreten Entscheidungen, sondern wegen des Überblicks über die Entwicklung der Rechtsprechung und deren politische Dimensionen. Der erste Tag endete mit einer Kochveranstaltung neudeutsch "cook, talk & eat" - zu dem STP und Legial eingeladen hatten. Der Rahmen war - nicht nur für den passionierten Hobbykoch Vill - perfekt, um zwischen Gemüseputzen und braten mit den Anderen ins Gespräch zu kommen, was sich beim gemeinsamen Mahl vertiefen ließ - insgesamt wohltuend unaufgeregt und uneitel ...Zum vollständigen Artikel

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