Wildkameras: Datenschutz im Wald

Ob am Arbeitsplatz, beim Auto- oder Zugfahren, bei Fast-Food-Ketten, in Wahlkabinen oder auf Schultoiletten: Das Thema Videoüberwachung ist bei Datenschützern in aller Munde. Aktuell wird die Problematik einer zulässigen Videoüberwachung wieder einmal für Wildkameras diskutiert.

Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner droht jetzt Jägern in Rheinland-Pfalz, die trotz Aufforderung ihre Kameras zur Beobachtung von Wild nicht entfernen, ein Bußgeld von 5000 Euro an.

Auslöser: Schäferstündchen im Wald …

In den Fokus der Öffentlichkeit geriet das Thema Datenschutz im Wald vorletztes Jahr, als ein österreichischer Politiker in die Fotofalle getappt war: die installierte Wildkamera sollte eigentlich die Wildbestände und das tierische Treiben dokumentierten. Es blieb aber naturgemäß nicht aus, dass die Kamera auch Menschen erfasst, die sich im Wald aufhalten.

Hier denkt man in erster Linie an Spaziergänger, Jogger oder Pilzsammler. In diesem Fall traf es aber den Politiker in einer etwas prekären Situation, als er „in flagranti bei einem Schäferstündchen“ im Wald gefilmt wurde.

Rheinland-Pfalz: drohende Geldbußen und Prozesse

Verkaufszahlen von Discountern, die die Fotofallen bereits für 100 Euro anbieten, und über 100 Eingaben gegen Wildkameras, haben jüngsten Berichten zu Folge den rheinland-pfälzischen Datenschutzbeauftragten Edgar Wagner auf den Plan gerufen. Er geht auf Grundlage der Verkaufszahlen davon aus, dass allein in seinem Bundesland gut 30.000 Kameras montiert sind ...

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