So viel Streit um so wenig Hund

von Gerfried Braune

Der Blog Rechtslupe hat mich auf einen Beschluss des Oberlandesgerichts Stuttgart aufmerksam gemacht, bei dem viel über wenig Hund geschrieben wird (Beschluss vom 07.04.2014 18 UF 62/14), Malteser ist übrigens eine der kleinsten Hunderassen überhaupt. Ein Ehepaar hatte Babsi, so heißt das Malteserhündchen, während der Ehe angeschafft. Sie ist Studentin und konnte sich daher zeitlich viel um das Handvoll Hund kümmern, er auch, er ist arbeitslos. Beim Auszug der Ehefrau aus der gemeinsamen Wohnung hatte der Ehemann Babsi weggebracht um zu verhindern, dass die Ehefrau sie mitnimmt. Er enthielt ihr jeglichen Kontakt mit Babsi vor. Nun stritt man sich vor Gericht um Babsi das Handvoll Hund.

Die Ehefrau verlangte die Herausgabe von Babsi an sich. Er bot lediglich einen Kontakt mit dem Hund in seiner Gegenwart an. Nicht genug damit, Babsi wurde auch noch ungewollt vom Chihuahua des Vaters des Ehemanns trächtig. Bei einer Kaiserschnittgeburt verstarben die Welpen allerdings.

Das Gericht erster Instanz versuchte die Wogen zu glätten, indem es ein Wechselmodell vorschlug. Das wurde vom Ehemann allerdings abgelehnt. Das Amtsgericht hat sich dann ein Bild von der Beziehung des Hundes zu beiden Parteien gemacht. Babsi lief in der mündlichen Verhandlung dann schwanzwedelnd zu dem früheren Frauchen und blieb während der Verhandlung auf ihrem Schoß sitzen ...

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