Rezension Zivilrecht: Recht lässt hoffen

von Dr. Benjamin Krenberger

Kirchhof, Recht lässt hoffen, 1. Auflage, C.H.Beck 2014


Von stud. jur. Marvin Jäschke, Göttingen



"Recht lässt hoffen" - so lautet der Titel des von Prof. Dr. Dres h.c. Paul Kirchhof anlässlich seiner Abschiedsvorlesung 2013 verfassten, rund 100 Seiten umfassenden Werks, erschienen im C.H.Beck Verlag. Trotz seines geringen Umfangs ist "Recht lässt Hoffen" ein absolut philosophisches Werk, ein - durchaus kritischer - Blick auf unsere Gesellschaft, unseren Staat, unsere Verfassung, auf unser Recht und den eigenverantwortlichen Bürger, auf Institutionen, die Sprachgemeinschaft und die Rolle des Vertrauens. Es ist das Resümee eines Staatsrechtlers, Professors und ehem. Verfassungsrichters.


Die Hoffnung, so umreißt es Kirchhof, sei Grundlage der Demokratie, der Gesellschaft und ihrer selbstverantwortlichen und mündigen Bürger; gleichsam sei Hoffnung, i.S. vom "Hoffen auf Besseres", auch Ursprung und Grundmotiv unserer Verfassung, erschaffen im Schatten der dunkelsten Jahre der Deutschen Nation, und nicht zuletzt Kern ihres Freiheitsangebots. Hoffnung sei schlechthin Inhalt, aber auch Voraussetzung, unseres Rechtssystems. Das Hoffen auf staatliche und gesellschaftliche Institutionen, insbesondere die Rechtsprechung und die Rolle des "Vertrauens" bilden Abschluss dieser Gedankensammlung. "Hoffnung" ist bei all diesen Begutachtungen zweifellos der Mittelpunkt ohne dabei jedoch roter Faden der Analyse zu sein. Sie ist vielmehr omnipräsent in diesem Sammelsurium an Betrachtungen, das Einblick in die Gedanken des Autors gewähren soll ...

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