Kommentar: G7 treiben EU und Ukraine immer tiefer in Energieabhängigkeiten

von Dr. Peter Nagel

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Die Zusammensetzung der G7, also der sieben (vormals) größten Industriestaaten Frankreich, Großbritannien, Italien, USA, Kanada, Japan und Deutschland, ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Eine Reform der Zusammensetzung fehlt bislang, weshalb die G7 mittlerweile eine Gruppe des vergangenen Jahrhunderts ist, mit Ideen des vergangenen Jahrhunderts. Dies wurde einmal mehr beim gestrigen Treffen der Energieminister der G7 deutlich.


Zur Frage der zukünftigen gemeinsamen Energiesicherheit haben die sieben Energieminister wieder nur die alten Konzepte auf den Tisch gelegt. Aus alten Versäumnissen haben die Minister nichts gelernt und die weltweiten Fragen um Peak oil nicht verstanden. Noch glauben sie an die unendliche Verfügbarkeit fossiler und atomarer Energieressourcen. Statt endlich offensiv auf heimische Erneuerbare Energien zu setzen, die ein riesiges Potential haben und Jahrtausende verfügbar sind, liegt der Fokus weiterhin auf fossilen und atomaren Energien. Erneuerbare Energien spielen aber keine wirkliche Rolle im Beschluss der G7. Sie werden lediglich in einem Atemzug mit den sogenannten Low Carbon Technologien genannt, wozu Kohle-CCS; fossile Energieeffizienz, Atomkraft und Erdgas gehören. Es werden wieder einmal keine Investitionen in den Ausbau von Windkraft-, Solar-, Geothermie-, Wasserkraft- oder Biomasseanlagen in den Mittelpunkt gerückt, sondern Infrastrukturmaßnahmen, Pipelines und LNG-Terminals thematisiert - alles sündhaftteure Infrastrukturmaßnahmen, die aber keine Erdgasquellen sind. Wo neues Erdgas herkommen soll hat auch die G7 nicht gesagt. Dabei sind Flüssiggas und neues Pipelinegas zum Ersatz von russischen Gaslieferungen auf dem internationalen Markt nicht einmal verfügbar. Dies hat die aktuelle Analyse der Energy Watch Group zur Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen unlängst unterstrichen (Studie) ...

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