Gepfefferte Preise für gesalzene Brezen

von Liz Collet

Revolte auf der Landesgartenschau. Beinahe. Man kichert fast bei der Skandalmeldung. Und widersteht nur schwer der Versuchung – wissend, wie es Marie Antoinette schliesslich bissi später erging – zu kommentieren:

“Wenn ihnen die Breze zu teuer ist, sollen sie halt Kuchen essen.”

Natürlich ist es wenig witzig, wenn eine Breze auf der Landesgartenschau Preise wie bei (demv von mir sehr geschätztem – sic!) Witzigmann im Spitzenrestaurant für dessen zweifelsohne jahrhundertkoch-werten Schmankerl anzupeilen scheint. ZWEI EURO, das gezwirbelte Laugengebäck. Skandal - fürwahr!

Für 2 Euro kann man sich die Brezen ja gleich verblattgolden lassen.
Die Revolution auf der Landesgartenschau in Deggendorf führte nicht zu Butter auf der Breze, aber zu einer Senkung des Preises. Auf 1,50 Euro.

Eineurofuffzig?!?
Wenn’s MICH fragen: Auch für den Preis könnte man sich die Brezen schenken. Nicht gegenseitig. Sondern verzichtshalber. Und solchem Wucher ein Schnippchen schlagen, die könnten mirnichtsdirnichts von mir aus auf ihren Brezen prächtig sitzen bleiben. Sanktionen wie zu Zeiten, als Bäcker für ihre zu klein gebackenen Semmeln in einem Korb zu Wasser gelassen und bissi getaucht wurden, sind ja leider irgendwie nicht mehr so recht üblich und auch nicht mehr erlaubt. Man kann gelegentlich ins Sinnieren kommen, ob nicht manches lebensmittelskandalöses und verbraucherschutzrelevantes Problem nicht auch heute noch sehr viel fixer als durch den Ruf nach mehr Lebensmittelkontrollen und -gesetzesverschärfungen lösbar wäre. Aber naturellement, manches tut man heute halt eben nicht mehr. Das gehört sich nicht. Erstens. Und ist auch verboten. Zweitens. (Nein, ich lache jetzt nicht spitzbübisch. Nein. Neihein! Würklüch nücht. …………….Ok, touché).

Sie müssen sich eben anders helfen ...

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