Ausnahme vom Rechtsfahrgebot?

von J. Jansen

Kürzlich erreichte mich die folgende, sehr interessante Fragestellung zur Geltung des Rechtsfahrgebots:

Stellen wir uns vor, wir sind auf einer freien Autobahn mit drei Fahrstreifen unterwegs. Eine Schilderbrücke zeigt nun für den rechten Fahrstreifen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h an. Für den mittleren und linken Fahrstreifen wird jedoch 130 km/h vorgegeben! Gilt hier nun auch das Rechtsfahrgebot, sodass wir trotz vollkommen leerer Straße mit 80 km/h rechts fahren müssen? Oder gibt es vielleicht eine Ausnahme?


Das Wichtigste vorweg: trotz umfangreicher Recherche konnte ich in der Rechtsprechung keinen Fall finden, bei dem ein Fahrer für das Fahren auf dem mittleren, schnelleren Fahrstreifen bestraft worden wäre. Das beruhigt doch bestimmt schon einmal, oder? Nun zu den Einzelheiten


Das Rechtsfahrgebot an sich ist bestimmt jedem von uns ein Begriff. Gesetzlich geregelt ist das Rechtsfahrgebot in § 2 Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO): "Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit." Außerdem muss von zwei Fahrstreifen grundsätzlich der rechte benutzt werden, § 2 Abs. 1 StVO.


Aber - wie sollte es auch anders sein - natürlich handelt es sich beim Rechtsfahrgebot nur um einen Grundsatz, von dem es auch Ausnahmen gibt ...

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