Vergütungsanspruch einer KfZ-Werkstatt bei erfolgloser Fehlersuche

Einer KfZ-Werkstatt, die bei einem Fahrzeug 13.000 EUR für die erfolglose Suche nach der Ursache eines Elektronik-Problems aufwendet, steht ein Vergütungsanspruch nur in dem Umfang zu, wie dies vorher mit dem Auftraggeber vereinbart wurde.

Der Umstand, dass die Kfz-Werkstatt wesentlich höhere Aufwendungen für Fehlersuche und Reparatur des Fahrzeugs hatte, spielt rechtlich keine Rolle. Die Kfz-Werkstatt könnte vom Auftraggeber einen über 2.000, 00 EUR hinausgehenden Betrag nur dann verlangen, wenn sie berechtigt wäre, die “übliche Vergütung” im Sinne von § 632 Abs. 2 BGB zu verlangen. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn die Parteien – mündlich – einen Betrag (hier: von 2.000, 00 €) vereinbart haben, mit dem sämtliche Arbeiten der Kfz-Werkstatt zur Fehlersuche und Fehlerbehebung abgegolten sein sollten. Damit scheidet ein zusätzlicher Betrag aus, und zwar unabhängig davon, welche Arbeiten die Kfz-Werkstatt tatsächlich ausgeführt hat.

Etwas anderes ergibt sich auch nicht daraus, dass der Auftraggeber die Kfz-Werkstatt später aufgefordert hat, die Reparatur fertig zu stellen. Denn dieser Aufforderung ist nicht zu entnehmen, dass der Auftraggeber – abweichend von der früheren Vereinbarung – bereit gewesen wäre, einen darüber hinausgehenden Betrag zu zahlen. Vielmehr sind die an die Kfz-Werkstatt gerichteten Aufforderungen dahingehend zu verstehen, dass die Kfz-Werkstatt die Reparatur auf der Basis der früher mit dem Auftraggeber getroffenen Absprache fertig stellen sollte. Ein solches Verständnis ist auch deshalb naheliegend, weil – unabhängig von den tatsächlichen Ursachen der Verzögerung bei der Fehlersuche – jedenfalls aus der Sicht des Auftraggebers die Ursachen für die Probleme im Hause der Kfz-Werkstatt lagen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK