Böse Hatz IV Anwälte, liebe Jobcenter

von André Stämmler

Beim Kollegen Müller vom Blog „Kanzlei und Recht" bin ich gerade auf einen Spiegel-Online Artikel über ach so böse Harz-IV-Anwälte gestoßen, den ich keinesfalls unkommentiert lassen möchte. Unter dem Titel "Hartz 4 - Wie Anwälte mit der Armut verdienen" wird dort recht ausführlich dargestellt wie Hartz IV-Anwälte mit vermeintlich dubiosen Methoden Geld ohne Ende scheffeln.

Heute bearbeite ich keine Mandate aus dem Bereich Hartz IV mehr, kann mich aber noch gut an meine Anfangszeit als Anwalt erinnern, in der ich mich des Öfteren mit dem Jobcenter und Sozialgerichten beschäftigen durfte. Über die Erfahrungen aus dieser Zeit, hatte ich bereits einige Beiträge verfasst.

In dem Artikel wird von Anwälten berichtet, die Beträge unter 50 EUR eingeklagt haben sollen. Und ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass hier eine gewisse Kritik mitschwingt, wenn dort von „Einklagen von Bagatellbeträgen" die Rede ist. Wer schon einmal versucht hat, von Hartz 4 zu leben weiß, dass es dort keine Bagatellbeträge gibt. Der Harz 4 Regelsatz liegt derzeit bei 391 EUR für Alleinstehende. 50 EUR sind da knapp 1/8 des monatlich zur Verfügung stehenden Betrages. Ein Betrag, auf den ein Hartz IV Empfänger nicht verzichten kann ...

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  • Hartz IV: Wie Anwälte mit der Armut verdienen

    spiegel.de - 72 Leser, 69 Tweets - Auf Hartz IV spezialisierte Anwälte nutzen Fehler der Jobcenter gezielt aus. Sie erheben massenhaft Klagen, auch wegen Cent-Beträgen - nicht immer zum Vorteil ihrer Mandanten. Ein einziger Jurist kann ganze Behörden lahmlegen, die Kosten trägt der Staat.

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