Abmahnung Rechtsanwälte Karwiese & Kleeberg wegen angeblich falscher Widerrufsbelehrung bei eBay

von RAin Lachenmann

Mein Mandant legt mir eine Abmahnung der Kanzlei Karwiese & Kleeberg aus Hannover vor. Angeblich habe mein Mandant in seinen Angeboten gegen die derzeit gültige Widerrufsbelehrung bei eBay verstoßen (Vorsicht: Änderung der Widerrufsbelehrung ab 13. Juni 1014!). Die Kollegen tragen vor, dass ihr Mandant seit November 2013 einen eBay-Shop betreibe und Wettbewerber meines Mandanten im Warensegment Bekleidung sei. Er legt einen Screenshot vor über die angeblich falsche Widerrufsbelehrung.

Dummerweise ist bei eBay kein Shop zu finden auf den Namen des Abmahners, es wird auch kein Shop-Name von den Kollegen genannt. Wie bitte soll der Abgemahnte überprüfen, ob überhaupt ein Konkurrenzverhältnis vorliegt – nämlich nur dann darf überhaupt abgemahnt werden!

Aber es wird noch kurioser: Der von den Rechtsanwälten Karwiese & Kleeberg in der Abmahnung vorgelegte Screenshot enthält die angeblich falsche Widerrufsbelehrung gar nicht – es wird lediglich vorgelegt die sog. doppelte 40-Euro-Klausel, die aber gesondert aufgeführt werden muss (Vorsicht: Auch hier eine Änderung ab 13. Juni 2014!). Sie enthält aber nicht die angeblich falsche Widerrufsbelehrung, die durch Scrollen nach unten leicht hätte gefunden werden können. Also hat der Abmahner den Verstoß – zumindest in der mir vorliegenden Abmahnung – nicht bewiesen.

Höhepunkt der Kuriositäten: Die Kollegen Karwiese & Kleeberg geben für den Abmahner in der m.E ...

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