Wildkameras für Jäger im Wald sind unzulässig

von RAin Lachenmann

SPON berichtet heute von Wildkameras, die durch Jäger im Wald aufgestellt werden und neben Tieren auch Fußgänger filmen – Datenschutzbehörden gehen inzwischen gegen diese vor. Zu Recht, denn die Wildkameras sind (datenschutzrechtlich) unzulässig! Anders als der Jäger-Verband meint, sind die Wildkameras nicht schon deshalb zulässig weil dort sowieso fast nie ein Mensch hinkomme – vielmehr ist der Betrieb von Videokameras in der Öffentlichkeit grundsätzlich unzulässig. Dass dies kein theoretisch Problem zeigt ein Beispiel aus Österreich, wo an die Öffentlichkeit gelangte, dass ein Politiker mit einer Geliebten von einer Wildkamera gefilmt wurde.

Freilich sind Wildkameras nicht nur unzulässig, weil damit zufällig jemand beim Schäferstündchen gefilmt werden kann, sondern weil Jedermann einen Anspruch darauf hat, nicht irgendwo unkontrolliert gefilmt zu werden. Aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht ergibt sich, dass man sich grundsätzlich frei bewegen können sollte, ohne dass dokumentiert wird, wann und wo man sich aufgehalten hat. Was für Dashcams an PKWs gilt, gilt ebenso für Wildkameras: Sie sind unzulässig, da ein Bürger drauf vertrauen darf, sich in der Öffentlichkeit frei bewegen zu können ...

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