Wie wird das denn nun mit dem zertifizierten Mediator?

von Gerfried Braune

Mittlerweile ist die Frist zur Stellungnahme zum Entwurf der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren abgelaufen. Viele Verbände haben zu dem Entwurf des BMJV Stellung genommen.

Als erstes wird vielfach kritisiert, dass in der Verordnung verlangt wird, dass ein zertifizierter Mediator eine Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium nachweisen muss, eine Anforderung, die im Mediationsgesetz nicht enthalten ist. Es wird daher (meines Erachtens durchaus zu Recht) gefragt, ob diese Vorschrift überhaupt von der Verordnungsermächtigung im Mediationsgesetz getragen wird.

Kritik wird vielfach auch an dem starren und auf die Stunde genau geregelten Ausbildungsplan geübt. Auch diese Kritik ist gerechtfertigt. Es muss doch für ein Ausbildungsinstitut möglich sein, auf die berufliche Qualifikation der Teilnehmer Rücksicht zu nehmen. So bieten wir u.a. einen Lehrgang “Mediation in sozialpädagogischen Handlungsfeldern” an. Zugang haben nur Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen. Manche Inhalte des Curriculums kann man hier kürzen, ohne dass die Qualität der Ausbildung leidet. Dafür kann man andere Inhalten mehr Raum geben. Teilweise sind nach meiner Meinung die Zeitvorgaben weltfremd, so z.B. unter Ziffer 1 “Einführung und Grundlagen der Mediation” mit 18 Stunden (das sind drei volle Seminartage) ...

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