Datenschutz bei Headhuntern – Was ist erlaubt?

Über die Verwaltung eines Unternehmens hinsichtlich der Aufbewahrungsfristen von Bewerberdaten haben wir bereits berichtet. Inwiefern sich dies auch auf die Arbeit eines Headhunters übertragen lässt, soll dieser Beitrag klären.

Der Hintergrund

Bei der Suche nach geeigneten Führungskräften und Personal mit speziellen Fachqualifikationen setzen Unternehmen vor allem auf den Einsatz so genannter Headhunter (Personalvermittler oder auch executive searcher). Der Vorteil für das Unternehmen liegt ganz klar darin, dass es sich nicht wie bei einer gewöhnlichen Stellenanzeige durch tausende Bewerbungsunterlagen wühlen muss, sondern ein Externer nach spezifischen Aufgaben nach der passenden Person sucht.

Wie gelangt der Headhunter an seine Daten?

Zum einen gibt es den Weg der „direct search“. Über soziale Netzwerke wie XING oder LinkedIn lässt sich leicht rausfinden, wer als potenzieller Kandidat in Frage kommt. Dieser wird dann direkt, meistens übers Telefon oder E-Mail am Arbeitsplatz, kontaktiert. Eine solche Direktansprache am Arbeitsplatz ist auch vom BGH in zwei Urteilen als zulässig erachtet worden (BGH, Urteil vom 4. März 2004 – I ZR 221/01 und BGH, Urteil vom 9. Februar 2006 – I ZR 73/02).

Zum anderen verfügen Headhunter auf Grund ihrer Tätigkeit auch über einen gewissen Bewerberpool, auf den zurückgegriffen werden kann ...

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