Richterlicher Hinweis

von C. Heinkel

Als Zwangsverwalter kommt man hin und wieder nicht umhin, eine Kündigung im Wege der Räumungsklage gerichtlich durchzusetzen. In aller Regel sind dies relativ schnelle Verfahren bei den hiesigen Gerichten, die oft auch durch Versäumnis- oder Anerkenntnisurteile enden.

In einem aktuellen Fall zieht sich das Verfahren nun schon eine gefühlte Ewigkeit. Diverse Zeugen wurden vernommen und es kristalisierte sich von Verhandlungstermin zu Verhandlungstermin immer deutlicher heraus, dass die Kündigung und somit die Räumung unumgänglich ist.

Das Gericht versuchte mehrfach und nachdrücklich auf einen Vergleich hinzuwirken, aber die Gegenseite zeigte sich uneinsichtig und war zu einem Vergleich nicht bereit. Nach weiteren zähen Diskussionen legte das Gericht seine Rechtsansicht ausführlich dar und riet der Gegenseite erneut und in aller Deutlichkeit dazu, den Vergleich anzunehmen, da dieser ein wirklich “gutes Geschäft” sei. Von einem günstigeren Prozessausgang sei nach der nun ausführlich durchgeführten Beweisaufnahme nicht zu erwarten, ganz im Gegenteil.

Die Gegenseite erbat sich daraufhin einige Wochen Bedenkzeit und lehte dann endgültig den von Seiten der Zwangsverwaltung mit Billigung der Gerichts vorgeschlagenen Vergleich ab ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK