Die Verluste einer Bank durch fehlgeschlagene Investitionsentscheidungen

Ist ein massiver Preisverfall einer Investitionsentscheidung bei den bis dahin mit dem höchsten Rating ausgestatteten Assets auch bei sorgfältigster Prüfung nicht zu erwarten gewesen, besteht gegen die handelnden Vorstände einer Bank kein Schadensersatzanspruch, wenn diese die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters angewendet haben.

Mit dieser Begründung hat das Landgericht Düsseldorf in dem hier vorliegenden Fall die Schadensersatzklage der Ärzte- und Apothekerbank gegen fünf ihrer ehemaligen Vorstände abgewiesen. Gleichzeitig ist drei Beklagten Abfindungsansprüche, Ruhegeldzahlungen, Bonusforderungen und Versorgungsleistungen in voller Höhe zugesprochen worden. Die Ärzte- und Apothekerbank hatte Schadensersatz in Höhe von mehr als 66 Millionen Euro gefordert, weil die Anlageentscheidungen der Beklagten zu riskant gewesen seien. Die Underlyings hätten einen Subprime-Anteil von bis zu 70 % gehabt, der zu den Verlusten geführt habe. Spätestens Anfang 2007 habe sich die Finanzmarktkrise bzw. die Subprime-Krise abgezeichnet ...

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