Änderungen beim Widerrufsrecht aufgrund der Verbraucherrechterichtlinie (VRRL)

von RAin Lachenmann

Im heutigen Beitrag zur VRRL informiere ich Sie über die Änderungen beim Widerrufsrecht. Mit der Umsetzung der VRRL treten erhebliche Änderungen für den stationären- und den Onlinehandel ein. In einem ersten Beitrag habe ich die Änderungen der Informationspflichten geschildert. Eine Übergangsfrist gibt es nicht! Unternehmen haben also nicht mehr viel Zeit, sich darauf einzustellen.

Zunächst ein wichtiger Hinweis für alle Unternehmer, die bisher ein Rückgaberecht eingeräumt haben – ein Rückgaberecht wird es nicht mehr geben – Sie müssen also Ihr System umstellen. Das Widerrufsrecht beträgt künftig generell 14 Tage – und zwar unabhängig davon, ob Sie vor oder nach Vertragsschluss belehren.

Beginn der Widerrufsfrist ist nicht vor Vortragsschluss und bevor der Unternehmer den Verbraucher über sein Widerrufsrecht informiert hat! Das heißt: Wenn Sie nicht über das Widerrufsrecht belehren, beginnt die Widerrufsfrist zunächst nicht zu laufen, aber: das Widerrufsrecht endet spätestens 1 Jahr und 14 Tage nach Vertragsschluss, egal, ob Sie belehrt haben oder nicht. Das Endloswiderrufsrecht wurde ersatzlos gestrichen.

Wichtige Änderung: Die Belehrung muss nicht in Textform erfolgen, der Lauf beginnt, wenn der Unternehmer den Verbraucher klar und verständlich vor Vertragsschluss über sein Widerrufsrecht informiert hat. Als Unternehmer sind Sie jedoch beweispflichtig für die Informationserteilung. Tipp: Lassen Sie sich (wie bislang) vom Verbraucher online bestätigen, dass er die Widerrufsbelehrung zur Kenntnis genommen hat ...

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