LAG Hamm: Auskunft über "Toiletten-Trinkgeld"

von Christian Rolfs

Im Januar hatte Markus Stoffels hier im BeckBlog über einen Rechtsstreit um "Toiletten-Trinkgeld" im größten deutschen Einkaufszentrum "CentrO" in Oberhausen berichtet:

Die Klägerin verlangt von ihrer Arbeitgeberin, einem Reinigungsunternehmen, im Wege der Stufenklage Auskunft über die von den Toilettennutzern gezahlten Trinkgelder und sodann Auskehrung dieser Beträge an sich und ihre Kolleginnen. Die Beklagte ist vom Betreiber des CentrO mit der Reinhaltung der Toiletten beauftragt. Die Klägerin ist bei ihr als sogenannte „Sitzerin“ eingesetzt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, in den Eingangsbereichen der Toilettenanlagen Sammelteller zu beaufsichtigen, auf denen Toilettenbesucher freiwillig einen kleinen Obolus entrichten können. Sie erhielt einen Stundenlohn von 5,20 Euro, trug einen weißen Kittel, nahm das Geld dankend entgegen und leerte den Teller regelmäßig bis auf wenige Münzen. Am Schichtende führte sie das Geld an ihre Arbeitgeberin ab. Für Reinigungsarbeiten war die Frau nicht zuständig.

Das ArbG Gelsenkirchen hat der ersten Stufe der Stufenklage (Auskunft) im Wege des Teilurteils stattgegeben. Dagegen richtet sich die Berufung der beklagten Arbeitgeberin ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK