Untersuchungshaft: Der Prinz von Anhalt ist halt nicht der Uli, sondern nur ein reicher Puff-Besitzer

von Rainer Pohlen

“U-Haft statt Rotlicht” – so beginnt spiegel-online einen Beitrag über den illustren Bordellbesitzer Prinz Marcus von Anhalt, der früher mal Eberhardt geheißen hat und Metzger war, bevor er von der nicht weniger illustren früheren Filmdiva Zsa Zsa Gabor adoptiert wurde und zur Erbauung des deutschen Adels mit neuem Namen in dessen Kreise aufstieg. Der Mann, der insgesamt schon 4 Jahre wegen versuchter räuberischer Erpressung, Menschenhandel und anderen unfeinen Dingen im Knast gesessen haben soll, hat mit seinen Puffs und anderen Vergnügungseinrichtungen ein ganz ordentliches Vermögen zusammengetragen, wenn man seinen im SPIEGEL kolportierten Angaben folgt.

Mit einem dreistelligen Millionenvermögen hatte er gegenüber dem Magazin schon vor sechs Jahren geprahlt, großflächige Immobilien unter anderem in Los Angeles, Fort Lauderdale, in Dubai und in Pforzheim nannte er sein Eigen. Über 1.000 Prostituierte arbeiteten in seinen damals 19 Etablissements, hatte er kundgetan, und im Dezember 2012 gab er gegenüber einem Ulmer Stadtmagazin an, er besitze 41 Autos, darunter ein Mercedes SS 55 AMG, ein Porsche 911, ein Maybach (den muss man einfach haben), ein Rolls Royce Ghost und ein Ferrari F430.

Das Interview mit dem Stadtmagazin hat die Neu-Ulmer Finanzbehörde wach werden lassen, weil auf die Betreiberfirma von drei in ihrem Bezirk ansässigen Bordellen eine ganze Reihe hochwertiger Fahrzeuge zugelassen waren, die möglicherweise gar nicht für die Puffs, sondern von dem Prinzen höchstpersönlich und ganz privat genutzt wurden. Obwohl – es dürfte nicht ganz einfach sein, 41 Fahrzeuge ganz allein in Bewegung zu halten, aber wenn´s Sammlerstücke sind, dann muss man das ja vielleicht auch nicht.

Rein steuerrechtlich geht es allerdings laut spiegel-online “nur” um 12 Karossen, deren Leasing- und Reparaturkosten nach Annahme der Steuerfahnder jahrelang rechtswidrig als Betriebskosten von der Steuer abgesetzt worden seien ...

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  • Verdacht der Steuerhinterziehung: Der Prinz und sein Porsche-Problem

    spiegel.de - 184 Leser, 19 Tweets - U-Haft statt Rotlicht: Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung sitzt der Pforzheimer Bordellbetreiber Prinz Marcus von Anhalt hinter Gittern. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen geht es in dem Verfahren um Luxuskarossen des Millionärs.

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