Facebook “Custom Audiences from your Website”

Über Facebooks „Custom Audiences“ haben wir bereits berichtet. Dabei ging es um werbetreibende Unternehmen, die aus ihren Kundendateien benutzerdefinierte Zielgruppen zusammenstellen und bei Facebook zum Abgleich hochladen.

Eine benutzerdefinierte Zielgruppe kann aber auch aus Besuchern der Homepage des Unternehmens gebildet werden. Diese spezielle Funktion namens „Custom Audiences from your Website“ dient vor allem dem Retargeting und Conversion Tracking, was ganz eigene Fragen aufwirft.

Wer ist eigentlich verantwortlich?

Mithilfe des Zählpixels Facebook Tag API erhebt Facebook auf der Website des werbetreibenden Unternehmens Daten über die Besucher der Website. Diese Daten werden mit den Profilen von Facebook-Mitgliedern abgeglichen. Im Account eines Mitglieds, das die Website besucht hat, erscheint dann Werbung, die genau auf die Unterseiten der Website abgestimmt ist, die es sich angeschaut hat.

Welche Daten Facebook auf der Website erhebt und welche Facebook-Mitglieder Werbung erhalten, erfährt das werbetreibende Unternehmen nicht einmal. Trotzdem muss man davon ausgehen, dass es als Betreiber der Website für den Schutz der erhobenen Daten verantwortlich ist. Verantwortliche Stelle ist gemäß § 3 Abs. 7 Bundesdatenschutzgesetz jede Person oder Stelle, die personenbezogene Daten für sich selbst erhebt, verarbeitet oder nutzt oder dies durch andere im Auftrag vornehmen lässt.

Facebook wird im Auftrag des Website-Betreibers tätig, denn die erhobenen Daten werden genutzt, um dessen Werbung auf den Pinnwänden der Facebook-Mitglieder einzublenden. Durch den Vertrag mit Facebook hat das werbetreibende Unternehmen die Möglichkeit, die Verarbeitung der Nutzerdaten zu beeinflussen. Auch das spricht für eine Auftragsdatenverarbeitung, wobei die Einzelheiten unter den Experten umstritten sind ...

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