Ein Fehler zuviel

von C. Heinkel

Immer wieder hat man Mandanten, bei denen man (im besten Fall bereits vor Mandatsübernahme) feststellen muss, dass die Geschichten rund um die angebliche Forderung so nicht ganz stimmig sind.

Nicht immer kann man es schon im Vorfeld ausschließen, so dass hin und wieder, wenn auch eher selten, doch auch mal ein schwarzes Schaf durchs Raster fällt und das Mandat angenommen wird. Oft zeigt sich dann relativ schnell, dass die angebliche Forderung so nicht haltbar ist.

In aller Regel ist dies bei Handwerkerleistungen der Fall, bei denen sich dann, trotz mehrfacher Versicherung des Mandanten, dass es keinerlei Mängel oder Grund zur Beanstandung an den Leistungen gegeben habe, herausstellt, dass es diese eben doch gab. Egal ob die Leistungen nicht sauber erbracht wurden, ob sie zu spät erbracht wurden oder ob sonst irgendetwas verbockt wurde, genau diese Probleme zeigen sich dann relativ schnell, wenn man Kontakt zu den vermeintlichen Schuldnern aufnimmt.

In einem aktuellen Fall wurden ebenfalls Handwerkerleistungen erbracht. Der Kunde (im übrigen ein Rechtsanwalt) war jedoch mit den Ausführungen nicht zufrieden und forderte daher von unserem Mandanten die Nachbesserung bzw. Minderung des Werklohns. Unser Mandant, der Handwerker, stimmte dem auch per eMail zu, so dass die Rechnung, wegen der er uns beauftragte, hinfällig wurde.

Exakt diese Winzigkeit jedoch muss ihm entfallen sein, als er uns ca. 2-3 Monate nach dieser eMail mit der Beitreibung seiner Forderung beauftragte. Den uns vorgelegten Unterlagen zufolge bestand die Forderung und war auch zur Zahlung fällig.

Nach unserer ersten Zahlungsaufforderung melde sich daraufhin der ehem. Kunde und teilte mit, dass unser Mandant ihm gegenüber bereit vor einiger Zeit auf die Forderung verzichtet hätte. Er leitete uns daraufhin auch die eMail unseres Mandanten an ihn weiter, die dies bestätigte ...

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