Begriffe des Verkehrsrechts, Teil 3: Der Abzug “neu für alt”

von Daniel Nowack

Die Welt der Juristen lebt von unzähligen Fachbegriffen. In meiner Ratgeberreihe “Begriffe des Verkehrsrechts” werde ich, welch Überraschung, einige Grundbegriffe, mit denen man im Rahmen verkehrsrechtlicher Probleme immer wieder rechnen muss, verständlich erläutern bzw. dies zumindest versuchen. So sollen Sie in die Lage versetzt werden, auch Fachbegriffe, die der Rechtsanwalt im Eifer des Gefechtes (oder weil er diese gar nicht mehr als Fachbegriffe wahrnimmt) nicht erläutert, zu verstehen und somit mit Ihrem Anwalt “auf einer Ebene” kommunizieren zu können.

Nachdem in Teil 2 der Serie der Abfindungsvergleich erläutert wurde, geht es heute um den Abzug “neu für alt”.

Der Abzug „neu für alt“ spielt eine Rolle im Rahmen des Vorteilsausgleiches nach einem Unfall. Nach § 249 BGB soll der Geschädigte so gestellt werden, als habe es das schadenauslösende Ereignis nicht gegeben. Das bedeutet, dass er seine entstandenen Schäden ersetzt verlangen darf. Er darf aber aus dem Schadensereignis auch keine Vorteile ziehen.

Dies kann insbesondere dadurch geschehen, dass bei der fälligen Fahrzeugreparatur (notwendigerweise) Gebrauchtteile durch Neuteile ersetzt werden ...

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