Wildfliegen: Ewiger Konflikt zwischen Modellpiloten und Jägern?

Wildfliegen ist die Alternative zum im Verein organisierten Modellflug. Damit ist nicht unbedingt illegales „Schwarzfliegen“ gemeint – vielmehr jener, der legal ohne jeglichen bürokratischen Aufwand betrieben werden kann. Werden also alle Kriterien für das genehmigungsfreie Fliegen beachtet – Modell unter 5 kg, ausreichend Abstand zu Wohngebieten oder Flughäfen, um nur einige zu nennen – spricht zunächst nichts gegen den freien Flug. Dennoch überschneiden sich in der Praxis häufig die Rechte jener, die den Raum gemeinsam nutzen. Konflikte zwischen Modellpiloten und Jägern kommen immer wieder auf, da eine oder beide Seiten die eigenen Rechte bzw. die des anderen nur unzureichend kennen. Zur Jägerpflicht gehört es meist, bestimmte Abschussquoten zu erfüllen. Daher ist sein Recht auf Jagdausübung vor bestimmten Beeinträchtigungen geschützt und Jagdstörung kann bestraft werden. Der Modellflug muss oft mit dem Vorwurf leben, das Wild des Jägers zu stören. „Grundsätzlich kann der Modellflug nicht als Jagdstörung im rechtlichen Sinne bezeichnet werden“, stellt Roland Hoheisel-Gruler, Rechtsanwalt für Jagdrecht, klar. Denn das Wild wird ebenso durch andere Waldbesucher verschreckt, wie etwa Pilzsammler, Mountainbiker, Reiter oder Spaziergänger, die zunächst einmal ebenso grundsätzlich berechtigt sind, Wald und Wiesen zu nutzen. Trotzdem: Die Nutzung des öffentlichen Raums regelt jede Gemeinde selbst. So kann sie beispielsweise zu bestimmten Zeiten das Betreten des Waldes aus Jagd- oder Naturschutzgründen verbieten, oder auch den Modellflug komplett untersagen. Weist also ein Jäger den Modellpiloten in die Schranken, ist es zunächst wichtig zu wissen, wen man vor sich hat: Ein Förster ist ein Mitarbeiter der Forstverwaltung. Er ist staatlicher Beamter und verfügt über hoheitliche Befugnisse, die in den jeweiligen Wald- und Forstgesetzen der Länder geregelt sind ...Zum vollständigen Artikel

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