Die SCHUFA ist in nahezu jeden Kreditvertrag involviert: Gibt die Auskunftei kein grünes Licht, gewähren Banken keinen Kredit. Doch die Scorewerte der SCHUFA sind für Verbraucher eine Blackbox. Die Rechtsprechung bestätigt nun: Die Auskunftei muss die Zusammensetzung ihrer Scores nicht offenlegen. Außerdem dürfen sich Verbraucher bei einer vermuteten Ungleichbehandlung nicht … 

Die SCHUFA ist in nahezu jeden Kreditvertrag involviert: Gibt die Auskunftei kein grünes Licht, gewähren Banken keinen Kredit. Doch die Scorewerte der SCHUFA sind für Verbraucher eine Blackbox. Die Rechtsprechung bestätigt nun: Die Auskunftei muss die Zusammensetzung ihrer Scores nicht offenlegen. Außerdem dürfen sich Verbraucher bei einer vermuteten Ungleichbehandlung nicht auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz berufen.

Anfang des Jahres hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass die SCHUFA sich bei der Zusammensetzung ihrer Scorewerte auf ihr Geschäftsgeheimnis berufen könne und das exakte Zustandekommen ihrer Beurteilung der Bonität einer Person nicht darlegen müsse. Die Richter befanden, dass es ausreiche, die zur Beurteilung herangezogenen Daten zu nennen, nicht aber ihre Reihenfolge oder Gewichtung.
SCHUFA muss Scorewerte nicht offenlegen

Anfang März folgte ein weiteres Urteil des Oberlandesgerichts München. Eine Frau hatte gegen die Auskunftei geklagt weil sie sich diskriminiert sah: Trotz identischer Merkmale wies ihre Bonitätsauskunft eine schlechtere Bewertung auf als die ihres Mannes. Das Gericht wies die Forderung nach Schadenersatz jedoch zurück: Bonitätsbewertungen seien als Meinungsäußerungen und nicht als Tatsachenbehauptungen zu verstehen ...

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