Behinderung: Keine Inklusion bei Warteliste für Organtransplantation?

von Liz Collet

Kein Tag, an dem nicht in den Medien irgendein Online- und Printbericht über Organspende, Wartelistenpatienten, erfolgreich transplantierte Patienten (mit dem Appell zur Steigerung der Organspendebereitschaft) veröffentlicht wird.

Bei transplantierten Patienten sowohl für die Fälle der Lebendorganspende unter Verwandten oder Nichtverwandten, als auch für Fälle der Transplantation von Organen von Sterbenden, sog. postmortaler Organspende nach Hirntod und Zustimmung durch den Sterbenden zu Lebzeiten oder Zustimmung seiner Angehörigen.

Von Medien oder Vertretern und Institutionen, die nach dem TPG dafür zuständig sind, von Wartelistenpatienten und deren Angehörigen, von Angehörigen, die ihre Zustimmung zur Organentnahme nach Hirntod gaben (und es bereuten oder nicht), gar nicht zu reden von den unzähligen Unterhaltungssendungen des Fernsehens, in denen mehr oder minder qualifiziert und sachlich zutreffend, aber zur dramaturgischen Handlung das Thema Organspende eingeflochten wird. In letzteren dann auch dramatisch und ausnahmslos zur Lebensrettung eines betroffenen Patienten. Obgleich ein erheblicher Teil der Organtransplantationen nicht zur Rettung eines Lebens durchgeführt wird. Sondern – wie bei der Niere etwa, die statistisch den grössten Anteil der Organtransplantationen darstellt – um nicht mehr von der Dialyse abhängig zu sein. Wieder ein von der Dialyse unabhängiges Leben führen, vielleicht auch wieder oder in zeitlich weniger eingeschränktem Umfang dem Beruf nachgehen zu können. Und weil Dialyse wie auch Grunderkrankungen des geschädigten Organs ihrerseits gesundheitliche Nachteile mit sich bringen, die man mit einer Transplantation zu verhindern versucht oder zu mildern.

Mit der Transplantation werden indessen keineswegs alle gesundheitlichen Einschränkungen beseitigt, keineswegs Patienten “geheilt” und auch sind diese danach nicht etwa “gesund” und ausnahmslos wieder voll berufstätig ...

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