17.04.89: Radiobombe explodiert im BKA

von Holger Schmidt

17. April 1989: Rettungswagen verläßt das BKA (Quelle: HR)

Heute vor 25 Jahren: Der 17. April 1989 war kein guter Tag für das Bundeskriminalamt. Bei dem Versuch, zwei zu Bomben umgebaute Kofferradios zu entschärfen, explodierte einer der beiden Sprengsätze. Ein Beamter erlitt tödliche Verletzungen, ein anderer wurde schwer verletzt. Langgediente BKA-Mitarbeiter, die schon damals im Amt waren, sind vor einigen Wochen noch einmal nachdrücklich an die verunglückte Entschärfung erinnert worden. Denn kurz vor dem 25. Jahrestag starb auch der Beamte, der das Unglück damals schwer verletzt überlebt hatte und bleibende Schäden davon trug. Bis heute sind in dem Fall viele Fragen offen. Vor allem die Frage, in welchem Zusammenhang die Kofferradio-Bomben mit dem Lockerbie-Anschlag auf Pan Am Flug 103 im Dezember 1988 standen. Und warum die Brisanz der neuen Radiorekorder im April 1989 so spät erkannt wurde.

Denn während das Bundeskriminalamt die damalige Anti-Terror-Operation gegen eine Zelle der arabischen PFLP-GC (Palästinensische Befreiungsfront – Generalkommando) heute als großen Erfolg ansieht („Die Ermittlungen des BKA führten zur Zerschlagung der PFLP-GC-Zelle in Deutschland“) erinnern sich damals mit der Aufarbeitung befasste Beamte an eine ganze Reihe von schicksalhaften Verkettungen, bis der Sprengsatz im Untergeschoß des BKA-Gebäudes an der Wiesbadener Thaerstraße explodierte. Denn zunächst waren die Bomben gar nicht aufgefallen – und als sie im BKA waren, wurde ihre Brisanz zunächst unterschätzt ...

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