Spielvermittler – und der Kartellverstoß der Lotto-Gesellschaften

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die Westdeutsche Lotterie GmbH & Co. OHG verurteilt, an eine bundesweit tätige Spielvermittlerin Schadenersatz in Höhe von rund 11, 5 Mio. € zu zahlen.

Die beklagte Westlotto sowie die übrigen Landeslottogesellschaften des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DTLB) haben vorsätzlich in kartellrechtswidriger Weise durch abgestimmtes Verhalten eine Zusammenarbeit mit der Spielvermittlerin verweigert. Dies ist nach Ansicht des OLG Düsseldorf ein wesentlicher Grund für das Scheitern des – durchaus erfolgversprechenden – Geschäftsmodells der Spielvermittlerin gewesen. Die beklagte Westlotto als Mittäterin dieses Kartellverstoßes gegen § 1 GWB habe der Spielvermittlerin deshalb den ihr in den Jahren 2006-2008 entgangenen Gewinn zu ersetzen.

Die klagende Spielvermittlerin, die den Lottogesellschaften bislang im Internet generierte Spielaufträge vermittelt hatte, beabsichtigte im Jahre 2005 darüber hinaus unter der Bezeichnung “Lotto-Direkt” eine sogenannte “terrestrische” Vermittlung von Spieleinsätzen der Lotterien “6 aus 49″, “Spiel 77″ und “Super 6″ aufzubauen. Ihr Geschäftsmodell sah die Errichtung stationärer Verkaufsstellen in Einzelhandelsgeschäften wie z. B. Supermärkten, Discountern und Tankstellen vor ...

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