Selbstanzeige - scheinheiliges politisches Geschäft (Lego-Statistik #2)

In einer Umfrage aus März 2013 gaben 68% der Befragten an, dass sie die aus einer Selbstanzeige resultierende Strafffreiheit bei Steuerhinterziehungen für nicht angemessen halten - immerhin. Zur Erinnerung: mit einer wirksamen Selbstanzeige und fristgerechter Nachzahlung (inklusive Zinsen und Strafe) können Steuerhinterzieher straffrei bleiben, wenn nicht einer der im Gesetz normierten Sperrgründe greift. Geregelt ist das alles in § 371 der Abgabenordnung. Im Moment ist die Selbstanzeige, die es in Deutschland übrigens seit 1919 gibt, wieder in der Diskussion - sicher nicht zuletzt aufgrund der prominenten Fälle, über die die Medien exzessiv berichtet haben. So haben die Länder sich am 27. März auf der Finanzministerkonferenz unter dem Vorsitz von Walter-Borjans darauf geeinigt, die Strafbefreiung bei Selbstanzeige zwar beizubehalten, aber die Bedingungen deutlich zu verschärfen, unter denen eine Selbstanzeige strafbefreiende Wirkung hat. Die Diskussion zeigt Wirkung: die Zahl der Selbstanzeigen steigt rapide. Von 2012 auf 2013 ist die Zahl der Selbstanzeigen von 8.627 auf 26.643 gestiegen, wie statista ermittelt hat. Nun meldet die SZ, dass sich die Zahl in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal verdreifacht hat. ‎Die Sache hat allerdings einen Haken, denn, so sagt der Bundesvorsitzende der Steuer-Gewerkschaft, Thomas Eigenthaler, viele Selbstanzeigen seien schon jetzt fehlerhaft ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK