Der ewige Kampf: Boulevardpresse vs. Königshaus Monaco

von Niklas Haberkamm

Der immer lesenswerte BILDBlog berichtete unlängst über eine weitere Fehde zwischen der Boulevard-Presse und Mitgliedern der monegassischen Königsfamilie. Die Berichterstattung über Prominente beschäftigt immer wieder die Gerichte, wir berichteten beispielsweise hier, hier oder hier.

Die höchstrichterliche Rechtsprechung zur Berichterstattung über Prominente wurde durch diesen fortwährenden Konflikt zwischen dem Boulevard und Monaco entscheidend geprägt (vgl. exemplarisch BGH, Urt. v. 5.12.1995 – VI ZR 332/94). Die Boulevard-Presse versucht mit ihrer Art der Berichterstattung möglichst viel Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen und überschreitet bei diesem Vorhaben nicht selten die Grenze der Rechtmäßigkeit.

Unter dem Oberbegriff des Diskretionsschutzes wurden die Vorgaben der Rechtsprechung zur sogenannten “Spärentheorie” entwickelt, wonach zwischen der Intim, der Privat- und der Sozialsphäre unterschieden wird. Immer wenn eine Berichterstattung die Intimsphäre eines Prominenten betrifft, überwiegt das in diesen Fällen absolut geschützte Persönlichkeitsrecht gegenüber gegenüber dem öffentlichen Interesse, so dass eine Berichterstattung rechtsverletzend ist (vgl. OLG Karlsruhe, NJW 2006, 617, 618 hinsichtlich einer Berichterstattung über detaillierte Vorgänge aus dem Sexualbereich; vgl. KG, NJW, RR 2010, 622, 624 hinsichtlich einer Berichterstattung über die HIV-Infektion einer bekannten Sängerin).

Spannender sind Berichterstattungen aus dem Bereich der Privatsphäre, zumindest aus juristischer Sicht ...

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