Der Erhalt eines Telearbeitsplatzes

Unter Fürsorgegesichtspunkten im Rahmen der Ermessensentscheidung sind die besonderen Belange schwerbehinderter Menschen bei der Einrichtung eines Telearbeitsplatzes zu berücksichtigen. Ist bereits ein Telearbeitsplatz eingerichtet worden, kann unter gewissen Umständen eine Änderung unzumutbar sein.

So das Verwaltungsgericht Trier in dem hier vorliegenden Eilverfahren einer schwerbehinderten Beamtin, die damit für den Erhalt ihres Telearbeitsplatzes bei der Deutschen Telekom AG gekämpft hat. Der schwerbehinderten Beamtin aus Koblenz, die einer Dienststelle in Trier zugewiesen ist, wurde im Jahr 2011 aus gesundheitlichen Gründen ein Telearbeitsplatz genehmigt. Im Oktober 2013 widerrief die Deutsche Telekom AG aus dienstlichen Gründen die Genehmigung. Eine Überprüfung habe ergeben, dass bei der Beamtin die fachliche Eignung für den Telearbeitsplatz nicht vorliege. Sie weise nicht die nötige Disziplin auf. So habe die Beamtin beispielsweise trotz eines eigens für sie eingerichteten Fahrdienstes vereinbarte Präsenztage in der Dienststelle, an denen u.a. Teamrunden und Gespräche mit der Leitungsebene stattfinden sollten, nicht eingehalten. Ferner habe die Beamtin an zwei ihr angebotenen Seminaren nicht teilgenommen. Das habe die Bewältigung des Arbeitsaufkommens mittels Telearbeit erschwert. Die Aufrechterhaltung des Telearbeitsplatzes und der eigens eingerichtete Fahrdienst verursachten im Übrigen erhebliche laufende Kosten. Ohnehin bestehe schon grundsätzlich kein Anspruch auf einen Telearbeitsplatz ...

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