Beweisvereitelung

von Carl Christian Müller

Der spätere Kläger begehrte von meinem Mandanten Schadensersatz wegen der Beschädigung seines Kfz. Es liege ein Totalschaden vor. Mein Mandant bat um die Vorlage eines Sachverständigengutachtens zur Schadenshöhe, da er “leichte” Zweifel am Vortrag des Gegners hegte. Die Einholung eines Gutachtens verweigerte der Gegner indes, schließlich seien damit Kosten verbunden.

Mein Mandant bot an, die Kosten in jedem Fall übernehmen zu werden und auch bereit zu sein, den Sachverständigen selbst zu beauftragen, wenn der Gegner dieses wünschte. Anstatt hierauf einzugehen, erhob der Gegner Klage und verwies darauf, daß das Gericht die Schadenshöhe doch bitte schätzen möge.

Nun läßt das Gesetz eine solche Schätzung zwar grundsätzlich zu, § 287 ZPO. Selbst wenn eine solche Schätzung indes ausnahmsweise kein Spezialwissen erfordern sollte, so hat der Kläger dem Gericht hinreichende Tatsachen mitzuteilen, auf welche die Schätzung gestützt werden kann ...

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