8000 Euro Schmerzensgeld für grob fehlerhaften Befund während der Operation einer Schulterverletzung.

von Nino Herding

Die operative Versorgung einer Schultereckgelenksprengung ist grob behandlungsfehlerhaft, wenn die Bohrung für die einzubringende Schraube zu nahe am Gelenk liegt und der Operateur diesen Umstand nicht erkennt, weil er die gebotene intraoperative Bildgebung zur Überprüfung der Bohrung unterlässt.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 18.02.2014 – 26 U 152/13 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatte sich der seinerzeit 21 Jahre alte Kläger beim Fußballspielen eine Schultereckgelenksprengung Tossy III links zugezogen, die noch am selben Tag im Krankenhaus des beklagten Krankenhausträgers u.a. mit einer Verschraubung des Schlüsselbeins operativ versorgt worden war.
Wenige Wochen später musste die Schraube mit einer Revisionsoperation entfernt werden, weil sie ausgerissen war.
Mit der Begründung, er sei mit einer nicht richtig platzierten Schraube fehlerhaft operiert worden, so dass die Schraube herausgebrochen und deswegen die Revisionsoperation notwendig geworden sei, hat der Kläger vom beklagten Krankenhaus Schadensersatz verlangt, u.a. ein Schmerzensgeld in Höhe von 8.000 Euro.

Das Klagebegehren hatte Erfolg.

Nach sachverständiger Begutachtung hat der 26 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK