Der Steuerberater als Dienstleister - vorsicht mit übermäßigem Service

von Stefan Wolter

Ein Fall aus dem Leben: Eine Steuerberaterin ruft mich an. Die Kollegin sucht einen Steuerstrafverteidiger für einen Mandanten. Sie selbst habe kein Problem: Sie habe die problematische steuerliche Behandlung mal mit dem Mandanten erörtert. Der Mandant habe auf die bisherige Behandlung bestanden. Darüber habe sie eine Gesprächsnotiz. Ich wies darauf hin, dass dies zivilrechtlich zwar hinsichtlich einer Inanspruchnahme auf Schadensersatz hilfreich sei - leider setze Sie sich damit aber zumindest dem Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung aus. Diese sei zum einen strafbar und führe zu berufsrechtlichen Konsequenzen. Zum anderen könne dies eine Haftung nach § 71 AO für die Steuern führen - der Mandant stand wirtschaftlich wackelig da; natürlich sei dies auch nicht über die Vermögensschadenhaftplichtversicherung versichert.

Dumm gelaufen. Natürlich ist der Steuerberater nicht die Außenstelle und der Ermittlungsgehilfe des Finanzamtes ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK